3. Bürgerwerkstatt Begehung des Leinbachparks Neckargartach am 20.04.2013
Die auf Einladung des CDU-Ortsverbands Neckargartach durchgeführte 3. Bürgerwerkstatt hatte zum Ziel, die im Leinbachpark Neckargartach realisierten und geplanten Maßnahmen - die nicht zuletzt zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität führen - kennen zu lernen. Der für den innerörtlichen Bereich von Neckargartach bedeutsame und ein Alleinstellungsmerkmal darstellende Grünzug erstreckt sich ausgehend von der Neckarhalle entlang des Leinbachs bis nach Frankenbach. Nach Begrüßung der Teilnehmer durch die Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Gundula Hagner und einem kurzen Imbiss erläuterte CDU-Stadträtin Helga Drauz-Oertel während der Begehung die teils bereits seit vielen Jahren erfolgreich realisierten Maßnahmen. Als besonders gelungen wurde von den beteiligten Bürgern die Offenlegung und Renaturierung des Krebsbaches hervorgehoben. Gleiches gilt für die Platzgestaltung an der Römerstraße sowie die harmonische Wegeführung entlang des Krebsbaches – neuerdings mit qualitätsvollen Leuchten. Auf Ablehnung der Beteiligten ist der teilweise ungepflegte, in einigen Fällen bis zur Verwahrlosung reichende Zustand der in den „Keitländern“ bestehenden Krautgärten gestoßen, deren Erscheinungsbild häufig ein gartenbauliches Ziel nicht erkennen lässt. Hierzu wird angeregt langfristig die meist desolat eingezäunten Gartenflächen in den Keitländern aufzulösen. Im Zuge der durchzuführenden Hochwasserschutzmaßnahmen soll die Gestaltung von Flachuferzonen vorgesehen werden. Nach Kreuzung der Römerstraße „verliert sich für ein kurzes Wegstück“ jegliches Gefühl, dass der Park weiterführt. Erst nach der Biegung zeigt sich rechter Hand die Corell’sche Insel. Dieser gestalterisch gelungene Parkabschnitt wird als Spielplatz gut angenommen. Aus der Gruppe der Beteiligten wird angeregt die Schaffung einer Wegeverbindung von der Corell’schen Insel zum Ende der Talstraße zu prüfen und damit eine durchgängige Wegeverbindung vom rechten zum linken Ufer zu verwirklichen. Der links des Leinbaches ab dem Ende der Talstraße in Richtung Widmannstal führende schmale Grasweg führt teilweise direkt am Bachufer entlang, meist jedoch gesäumt von eingezäunten teils sogar „vermüllten“ Gärten. Auch diese Gärten stoßen bei den Beteiligten wie in den „Keitländern“ auf Ablehnung. Deshalb wird auch hier angeregt zu prüfen, inwieweit ein Rückbau der Gärten möglich ist. Wie in den „Keitländern“ sollte auch in diesem Abschnitt im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen geprüft werden, ob Flachuferbereiche angelegt werden können. Bei der von CDU-Stadträtin Helga Drauz-Oertel moderierten Abschlussdiskussion in der Gaststätte „Züchterheim – Zum Sailer“ im Widmannstal wurden aus der Reihe der Teilnehmer folgende weiteren Anregungen vorgebracht:
Eine Verbesserung des Wegekonzeptes mit Rundwegen für Spaziergänger und eine Trennung der Nutzung zwischen Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern. Vor allen Dingen sollte der Weg nördlich des Leinbachs durchgängig ausgebaut werden. Auf die Besonderheiten Neckargartachs, wie beispielsweise historische Gebäude, Brücken oder auch die ortsgeschichtlich beachtenswerten Skulpturen soll durch Anbringung von Informationstafeln hingewiesen werden.Generell wird vorgeschlagen die Durchgängigkeit des Parks zwischen den beiden Stadtteilen als Grünzug deutlich zu verbessern und gezielt durch Schaffung von Raum- und Sichtachsen die Aufenthaltsqualität in dem für Neckargartach wichtigen Naherholungsraum zu erhöhen und auf Dauer zu gewährleisten.
Alle Anregungen werden in die nunmehr anstehenden Planungsprozesse Weiterentwicklung Leinbachtalpark, Hochwasserschutz Leinbach und Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen eingebracht. Diese Bausteine tragen auch dazu bei das angestrebte Ziel zu erreichen, bei der künftigen Entwicklung der Feldflur (Freiraum) Neckargartach die Forderungen der Landwirtschaft, des Arten-, Biotop- und Landschaftsschutzes, der Naherholung und des Städtebaus ausgewogen zu berücksichtigen. Der begonnene Dialog soll in weiteren Bürgerwerkstätten seine Fortsetzung finden.